Weihnachten für Flüchtlingskinder

Warum feiern die Menschen in Deutschland Weihnachten? Was ist das für ein Fest und was passiert eigentlich an einer Weihnachtsfeier?
Damit Flüchtlingskinder unserer Gemeinde eine Antwort auf diese Fragen bekommen, hat Frau Oehlen eine Weihnachtsfeier organisiert. Die Kinder des Horts des Ev. Kindertagesstättenverbundes Arche Noah backten im Rahmen ihrer Adventsaktion (siehe Bericht Gemeindeblatt Januar) eine große Menge leckerer Weihnachtsplätzchen. In der letzten Adventswoche nahmen ungefähr zwanzig Flüchtlingskinder mit ihren Müttern/Eltern die Einladung an und freuten sich über die mitgebrachten Plätzchen der Hortkinder und den adventlich geschmückten Tisch mit Kinderpunsch, Nüssen und Mandarinen. Auch die Flüchtlingsfamilien brachten leckere Süßspeisen in großer Zahl mit. Nachdem alle sich gestärkt hatten, führten Frau Oehlen und ein paar Aktive des Asyl-Arbeitskreises ein kleines Theaterstück über die Herbergssuche von Maria und Josef auf. Danach besuchte der Nikolaus die Kinder und gab jedem ein individuell ausgesuchtes Geschenk. Die Überraschung darüber war bei den Flüchtlingskindern groß, denn sie kamen zur Weihnachtsfeier ohne jegliche Erwartungen. Die Geschenke wurden nicht ungeduldig aufgerissen, sondern ehrfürchtig in verpacktem Zustand nach Hause getragen.

Und dann ging auch noch ein Weihnachtsbaum auf Reisen:
Gut 2 m hoch war der Weihnachtsbaum, den das Kinderhaus Pfiffikus am letzten Tag vor den Weihnachtsferien zur weiteren Verwendung zur Verfügung stellte. Freuen durfte sich darüber eine unserer syrischen Familien. Organisation und Schmuck übernahmen Freunde vom AK-Asyl und der Baum bekam einen Ehrenplatz in seinem neuen Zuhause. Die Kinder der Familie kannten einen Christbaum schon von ihrem Kindergarten Mariä-Geburt, aber einen eigenen Christbaum im Wohnzimmer zu haben, das war schon etwas ganz Besonderes.

Barbara Heiter und Barbara Pfäffle-Eitel

Kleines Grillfest auf dem Gelände der Feel-Home-Häuser

Unkonventionell, unkompliziert und relativ spontan war das sommerliche Grillfest, das die Asylsozialarbeiter zusammen mit dem Helferkreis der Feel-Home-Häuser auf die Beine gestellt hatten.
Am letzten Freitagnachmittag vor Beginn der Sommerferien trafen sich Bewohner der Flüchtlingsunterkunft sowie ehemalige Bewohner und ein paar wenige Bürger aus Höhenkirchen auf dem Gelände der Feel-Home-Häuser. Jeder brachte etwas zum Essen und Grillen mit. Für einen Elektrogrill hatten die Sozialpädagogen gesorgt. Tische wurden aufgestellt und wer kam, brachte einfach seinen Stuhl und eigenes Geschirr mit. So entstand eine lockere Gesprächsrunde; jeder war willkommen. Wer nicht schon im Voraus über das in drei Sprachen verfasste Plakat über die Veranstaltung informiert war, bekam spätestens jetzt mit, dass ein kleines Fest auf dem Gelände stattfand. Die einen kamen, weil es so gut nach Grillgut roch, die anderen waren einfach nur neugierig und wieder andere nutzten die Chance ihr Deutsch zu verbessern und unterhielten sich mit den Helferkreismitgliedern und den Sozialpädagogen. Nach drei Stunden waren die Schüsseln leer und das Fleisch verzehrt. Jeder nahm wieder seine Habseligkeiten mit und ohne großen Aufwand war alles schnell aufgeräumt.
Am Ende hatten wir Helfer wieder einmal das Gefühl, dass die Bewohner der Feel-Home-Häuser sehr dankbar für jedes Gespräch sind, das sie mit einem Deutschen führen dürfen. Sie brauchen Ansprache, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, um sich über unsere Kultur und Gepflogenheiten auszutauschen, um Tipps und Hilfe für Behördengänge etc. zu bekommen. So kann Integration gelingen: beim Organisieren und Vorbereiten, beim Feiern, beim Reden und Zuhören.

offener Treff in der Bluebox

in der Bluebox, unserer Jugendfreizeitstätte hier in Höhekirchen, treffen sich Flüchtlinge aus den Feel-Home-Häusern mit Jugendlichen aus Höhenkirchen zum gemeinsamen Spielen und Relaxen. Beim Kickern, Billardspielen, Tischtennsispielen oder PS4-Spielen kann man sich ungezwungen näher kommen und ganz nebenbei die deutsche Sprache üben.

Lernen am PC

Seit geraumer Zeit können Flüchtlinge in der Erich-Kästner-Schule zwei Mal pro Woche Deutsch am PC lernen. DerVorteil besteht darin, dass sie sich passend zu ihrem Kenntnisstand individuell Lektionen heraussuchen können. Zudem können sie sich über Kopfhörer Tonsequenzen anhören. Eine Stimme spricht die deutschen Worte vor, sie können dann nachsprechen – jeder in seinem Tempo.
Die Betreuung dieser PC-Stunden wird durch ehrenamtliche Helfer gewährleistet.

Meet & greet in den Feel-Home-Häusern

dam Donnerstag, den 1.12.2016 trafen sich auf Einladung der Sozialpädagoginnen viele Flüchtlinge mit ihren Helfern aus Neubiberg und ein paar wenigen Helfern aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn zum gemütlichen Kennenlernen in den Räumlichkeiten über dem Büro der Sozialberatung in den Feel-Home-Häusern. Bei Tee und Keksen konnten erste Kontakte geknüpft werden.

Aktionstag für Flüchtlinge bei 3Klang e.v. München Südost

Die Musikschule 3Klang lud am Samstag zum Tag der offenen Türe mit einen Aktionstag für Flüchtlinge in ihre Räume im Ara-Center in Neubiberg ein. Drei junge Männer aus den Feel-Home-Häusern liesen sich für dieses Event begeistern.

Beim Programmpunkt "Große Drum Session - zum Mitmachen" ließen sie sich nicht lange bitten und folgten den Rhythmen der Trommeln.

Anschließend erzählte der Pianist Aeham Ahmad seine Geschichte und seine Beweggründe der Flucht. Er untermalte  diese Erlebnise durch eigene Lieder, die er  am Klavier begleitete.

Bezug der Feel-Home Häuser

Ende Juli durften die neuen Mitbewohner unserer Gemeinde ihr neues Domizil in den Feel-Home-Häusern beziehen. Vorwiegend junge Männer leben nun in den 8ter-Wohngemeinschaften zusammen und versuchen sich hier in unserer Gemeinde zurechtzufinden.
Die Sozialarbeiterinnen händigtem jedem neuen Mitbürger ein kleines Willkommensgeschenk aus. Die Gemeinde hatte dazu kleine Schokoladentafeln mit der Aufschrift "Willkommen" spendiert. Fleißige Hände hefteten an jede Schokolade einen Zettel mit dem Spruch "Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn und ihre Bürger heißt Sie herzlich willkommen" (in mehreren Sprachen). Eine ganze Kiste kam so zusammen.
Über diese kleine Willkommensgeste haben sich - laut Aussage der Sozialbetreuerinnen - die jungen Männer sehr gefreut.

Tag der offenen Türe in den Feel Home Häusern an der Ottobrunner Straße

Am Montag Abend war es endlich so weit: die Bürger von Höhenkirchen-Siegertsbrunn konnten sich zwei Stunden lang die neuen Wohnungen der zukünftigen Mitbewohner unserer Gemeinde anschauen. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, bei der auch Landrat Christoph Göbel und die erste Bürgermeisterin Ursula Mayer lobende Worte über die bisher vorbildliche Arbeit der Caritas-Sozialarbeit und des Helferkreises fanden.
Fünf Häuser mit je vier Wohnungen, in denen 2 x 4 Personen Platz finden stehen mit den Eingängen jeweils zueinander gerichtet auf einem von der Gemeinde an das Landratsamt vermieteten Grundstück. Die Ausrichtung und Lage der Häuser soll einen Dorfcharakter widerspiegeln und ein Miteinander der Bewohner fördern.
Neben den ungefähr 150 Bewohnern finden der 24-Stunden-Sicherheitsdienst und die beiden neuen Sozialbetreuerinnen der Caritas eine Bleibe auf dem Grundstück.