Das hat uns alle, wir vom Arbeitskreis Asyl und die hier in der Gemeinde lebenden Asylbewerber und Flüchtlinge ebenfalls schockiert:

Am Freitag, dem 15.9.17, wurde ein 16-jähriges Mädchen von drei afghanischen Männern in der Nähe der Asylunterkunft in der Bahnhofstraße vergewaltigt. Die Männer und die junge Frau kamen von außerhalb und feierten zuvor in der Unterkunft in der Wohnung eines Flüchtlings.

Wie konnte sich das ereignen?

Werden nun am Ort öfter solche Dinge geschehen?

Die Unterkunft ist zu leicht zugänglich gewesen und zu wenig vom Hausherrn, der Regierung von Oberbayern, kontrolliert worden. Wir waren deshalb schon länger besorgt. Wir glauben aber nicht, dass jetzt eine neue und besondere Gefahr für solche Verbrechen besteht. Zumal der Hausherr nun begonnen hat, die Unterkunft stärker überwachen zu lassen.  Viele Jahre gab und gibt es hier schon Aussiedler, Asylbewerber und Flüchtlinge und bisher hatten wir keine solchen Vorkommnisse. Die an dem Vorfall Beteiligten waren als Besucher gekommen, haben also nicht hier gewohnt. Wir ehrenamtliche Helfer werden nicht nachlassen, die hier lebenden Asylbewerber integrieren zu helfen, wie wir es schon lange tun. Schön wäre es, wenn sich noch mehr Bürger angesprochen fühlten, mitzuhelfen, damit ein gutes Miteinander bestehen bleibt. Der jungen Frau gilt unser ganzes Mitgefühl.

Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat bereits in den 90er Jahren Flüchtlinge und Aussiedler in der Gemeinde untergebracht, die von vielen engagierten Bürgern der Gemeinde betreut wurden.
Seit Ende 2008 gibt es eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Bahnhofstraße (GU), angemietet von der Regierung von Oberbayern, mit einer Maximalkapazität von 150 Bewohnern. Diese wird noch für ungefähr acht weitere Jahre Flüchtlingen Obdach bieten.
(Zahlen zur Geschichte der Flüchtlingshilfe und des Helferkreises Asyl in Höhenkirchen-Siegerstbrunn)
Seit Juli 2016 gibt es eine Flüchtlingsunterkunft des Landratsamts München in der Ottobrunner Straße (FH), in der ungefähr 144 Flüchtlinge eine Bleibe finden.
In beiden Einrichtungen werden die Bewohner vom Sozialdienst für Flüchtlinge der Caritas betreut. Außerdem gibt es eine Ansprechpartnerin im Rathaus und einen Arbeitskreis Asyl der ehrenamtlichen Helfer (siehe Kontakt).
Mittlerweile leben zahlreiche ehemalige Flüchtlinge mit einen dauerhaften Bleiberecht mitten in der Gemeinde, sind aber in vielen Alltagsproblemen oft überfordert und brauchen deshalb unsere Hilfe.

Ihre Integration in unsere Gesellschaft ist eine besonders wichtige Aufgabe.

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